“No air in the tire”!

Also machen wir uns auf den Weg aus Juelsminde in Dänemark in Richtung Hamburg. Morgen, am Sonntag, soll es losgehen: nach Trieste mit dem Autozug und dann einige tausend Kilometer rauf und runter durch die Natur. Doch erst einmal nach Hause, umpacken, vorbereiten und dann morgen um 13:20 zum Zug.

Wir fahren geschwind! Kurz auf der Raststätte gehalten, deutet ein  freundlicher Mitbürger auf unser Hinterrad: “There seems to be no air in your tire”. “No, no”, entgegne ich gestikulierend. Wundere mich dann aber doch ein wenig. Also kurz noch Pipi gemacht und dann ab zur Tankstelle. Reifendruck testen. Und siehe da: no air. Kurz mit 2.8 Bar aufgepumpt hören wir nur ein Zischhhh. Das hört sich wahrlich nicht gut an.

Also heißt es nun: warten auf den Pannendienst und irgendwie diesen Reifen geflickt bekommen bis morgen früh auf einen Samstag/Sonntag. Es bleibt spannend: ob wir morgen wohl den Zug nehmen können?

Das alles

Und weil du so wunderschön bist. Und weil du mir fehlst. Und weil ich richtig wütend auf dich bin. Ich richtig wütend auf dich bin. Und richtig wütend auf mich bin. Dass ich es so weit hab kommen lassen. Dass ich mich nun ärgere und immer und immer und immer wieder an dich zurück denken muss. Und dass du mich nicht loslässt. Dass meine Gedanken dich nicht loslassen. Und dass du so eine schreckliche Person bist. Dass du die beste Person auf Erden bist. Und dass ich dich hasse und dich liebe. Beides parallel. Das alles, dass es so ist. Und dass es so ist. Und dass du dich nicht meldest. Und dass du trotzdem immer wieder zurück kehrst in meinen Kopf. In meinen Alltag gar. Das alles. Das alles. Das tut weh. Das alles. Nervt.

Catull mein Catull

Das hier begleitet mich schon seit ca. 18 Jahren. Gefühlt noch länger. Es stammt von Catull. Und Recht hat er. Der Catull.

Odi et amo.
Quare id faciam, fortasse requiris.
Nescio. Sed fieri -
sentio et excrucior.

Ich hasse und ich liebe.
Warum ich das tue fragst du vielleicht.
Ich weiß es nicht. Aber es geschieht.
Ich fühle es und werde zermartert.

Acht Weltgesetze

Die chinesische Geschichte vom törichten (weisen) alten Mann:

Ein alter Mann, der in seinem Dorf für töricht gehalten wurde, hatte ein Feld, das von seinem Sohn mit einem Pferd bearbeitet wurde. Eines Tages, als das Pferd entlaufen war, bedauerten ihn alle Nachbarn und sagten: “Welch ein Unglück!”. Der alte Mann jedoch erwiderte: “Glück oder Unglück, was soll’s.”.

Einige Tage später kehrte das Pferd mit zwei weiteren wilden Pferden zurück und die Nachbarn beneideten ihn: “Welch ein Glück!”. Der alte Mann jedoch erwiderte: “Glück oder Unglück, was soll’s.”.

Einige Tage später fiel der Sohn des alten Mannes beim Zureiten der wilden Pferde aus dem Sattel und brach sich das Bein. Wieder bedauerten ihn alle Nachbarn und sagten: “Welch ein Unglück!”. Der alte Mann jedoch erwiderte: “Glück oder Unglück, was soll’s.”.

Einige Tage später kamen die Soldaten des Kaisers und rekrutierten alle jungen Männer des Dorfes, nur den jungen Mann mit dem gebrochenen Bein ließen sie zurück. Und wieder beneideten ihn die Nachbarn: “Welch ein Glück!” Der alte Mann jedoch erwiderte: “Glück oder Unglück, was soll’s.”

Hinfort hielten alle im Dorf den alten Mann für weise.

Lese mehr: Zen | Acht Weltgesetze | Gleichmut

Du

Ich bin so froh,
dass
Du
hier bist und nicht
irgendwo,
nicht nirgendwo.
Dass Du bei mir bist und
hier.
Ich bei Dir und
Du bei mir.

Ich will Deine Hand berühren.
Ich will Deine Wärme spüren.
Will Dir sagen, dass Du die Sonne für mich bist.
Ich will Dich an meinem Herzen spüren,
Dein Herz
in meinem Ohr
pochen hören.

Den Duft
einatmen
an Deiner Haut
ganz nah.

Und all die Tage -
die ohne Dich -
vergangen sind bislang – so viele -
machen nun auch einen Sinn
denn sie brachten mich
hierhin.

Zu Dir.

Eine Stunde

Eine Stunde. Eine Stunde hätte ich gerne. Eine Stunde nur für mich. Eine Stunde in der ich an nichts denke, außer an das, woran ich denken will. Eine Stunde auf der Couch. Eine Stunde im Keller ohne Licht und mit einem Bier in der Hand. Eine Stunde in der ich nicht an dich denken muss.

Aufgeladen

Neulich sah ich ein unglaubliches Wesen einen Kinderwagen die Treppe hochtragen helfen. Eh ich mich versah, war sie schon zur Hilfe gestürmt. Mein Leben wurde schön.